Frage #08

Wenn nicht-menschliche Tiere Rechte hätten, erwartet dann z.B. einen Löwen wegen Kindstötung ein Strafverfahren und eine Verurteilung wegen Kindesmord?

EndZOO-Antwort:
Nein, so etwas zu glauben und dann auch noch zu verbreiten, ist absoluter Unsinn. Eine solche Tierrechtsforderung gibt es seitens seriöser Tierrechtler*Innen auch nicht. Eine solches Ansinnen kann es und wird es auch nicht geben. Warum?

Zunächst einmal erwartet einen Löwen aufgrund unseres derzeitig bestehenden Tierschutzgesetzes (ohne Tierrechtsanspruch) ja schon heute keine Strafverfolgung wegen Kindestötung. Kein vernünftiger Mensch würde einen Löwen wegen „Tötens ohne vernünftigen Grund“ vor Gericht stellen. Dürfte er nicht mehr töten dürfen, würde er verhungern.

Doch es gibt einen anderen Grund, warum wir nicht-menschliche Tiere für die Tötung anderer nicht-menschlicher Tiere oder Menschen rechtlich nicht verantwortlich machen können. Das ist auch der Grund, warum z.B. Kleinkinder, Menschen mit geistiger Behinderung oder Komapatienten oft keine Gerichtsverfahren, egal zu welcher Straftat, zu erwarten haben. Manche Personen, irrelevant ob menschliche oder nicht-menschliche Personen (so genannte „Tiere“), können Rechte nicht achten. Sie haben z.B. nicht die Fähigkeit zum moralischen oder ethischen Handeln. Und wer die Fähigkeit nicht besitzt, kann auch hierfür nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Unfähigkeit einiger Personen ist aber für Personen, die zur Achtung von Rechten und zum moralischen und ethischen Handeln fähig sind, jedoch KEIN Grund und KEIN Freibrief, die noch immer bestehenden Rechte der Unfähigen zu verneinen, zu ignorieren oder zu missachten.

Denn diese „Unfähigen“ haben nämlich nach wir vor dieselben Interessen wie die „Fähigen“. Wie das Interesse zu leben. Zu leben in Freiheit und Selbstbestimmung. Gleiche Interessen heißt dann auch gleich rechtliche Behandlung. Also auch gleiche Rechte!

Frage #07:

Ist EndeZOO auch eine Tierschutzorganisation?

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#01/2018 – Eisbärenrettung in Zoo-Gefangenschaft eine Lüge

PRESSEMITTEILUNG #01/ 2018

Die Lüge von der Eisbärenrettung in Zoo-Gefangenschaft

EndZOO-Tatsachen zum morgigen Welt-Eisbären-Tag

vom 27.02.2018

Tierpark-Gefangenschaft München (2011)

Nürtingen/ Wien – Heute ist „Welt-Eisbären-Tag“. Doch für Eisbären in weltweiter Zoo-Gefangenschaft ist dies kein Grund zum Feiern. Denn eine aktuelle Auswertung des „Internationalen Eisbären-Zuchtbuches“ durch die Tierrechts-, Arten- und Tierschutzorganisation „EndZOO International“ beweist jetzt, dass sich Eisbären in Gefangenschaft dauerhaft nicht wohlfühlen, dass sich ihre Zucht von einer Nachhaltigkeit noch weiter entfernt und ihre Zurschaustellung keinen Beitrag zur Arterhaltung darstellt.

Die Daten des Zuchtbuches, welche aus gutem Grund von den Verantwortlichen unter Verschluss gehalten werden, weisen eine erschreckende Bilanz auf. So halten immer weniger Zoo-Gefangenschaften anhaltend weniger Eisbären. Wurden 1980 weltweit noch über 600 Eisbären in 199 Einrichtungen gefangen gehalten und zur Schau gestellt, waren es 2016 nur noch knapp über 300 Eisbären in nur noch 130 Haltungen.

Auch die Geburten, von einst 68 Babys (1980) auf 18 Babys (2013) im Jahr, sind massiv gesunken. Zudem weisen Eisbären in Gefangenschaft, u.a. aufgrund der nicht artgerechten und qualvollen Haltungsbedingungen, die höchste Jungtiersterblichkeit unter Großbären auf. So ergab die Zuchtbuchauswertung (1980-2013), dass 68% aller in Gefangenschaft geborenen Eisbären (1108 berechnungsfähige Individuen) noch vor ihrer Geschlechtsreife von 4 Jahren gestorben sind. Insgesamt 269 Eisbärenbabys waren Totgeburten, 410 Babys wurden nicht älter als 30 Tage und 76 Individuen starben noch bevor sie 4 Jahre alt wurden. Lediglich 353 Eisbären wurden älter als 4 Jahre. Von diesen 353 Bären müssten, nach noch nicht vollständig abgeschlossener Recherche von EndZOO, heute nur noch etwas über 190 Individuen leben. Angesichts dieses anhaltenden Zuchtdesasters und der Aussage etlicher Zoovertreter*Innen, dass die Geburten- und Aufzuchtrate ein „wichtiger Indikator für das Wohlbefinden“ sei, kann von einem erheblichen Unwohlsein und Leiden bei Eisbären in der Zoo-Gefangenschaft ausgegangen werden.

In der Geschichte des Zuchtbuches wurden, laut EndZOO, noch nie so wenig Eisbären in Gefangenschaft geboren oder gehalten. Dieser Negativtrend wird anhalten und auch dramatische Folgen haben. Denn laut Wissenschaftler, wie den weltweit anerkannten Biologen Edwards O. Wilson, sind mehr als 500 Individuen erforderlich, um eine Tierart auf lange Sicht in einem genetisch gesunden Zustand zu erhalten. Bei einer Population unter 500 Individuen „ist die genetische Drift stark genug, um einige Gene zu eliminieren und die genetische Variabilität der Gesamtpopulation zu mindern.“

Die Forderung von EndZOO ist, sofort mit dem Auslaufen der Gefangenschaftshaltung von Eisbären zu beginnen und alle Kräfte und Gelder in den Erhalt und Schutz des natürlichen Lebensraumes zu investieren.

„EndZOO kann heute schwarz auf weiß belegen, dass die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft ein Irrweg ist und die Eisbären darunter erheblich leiden. Die Anzahl der Eisbären in Gefangenschaft wird in den nächsten Jahren noch schneller abnehmen. Die genetische Vielfalt wird weiter sinken und die Inzucht zunehmen. Dann werden noch mehr in Gefangenschaft geborene Eisbären die Geschlechtsreife von vier Jahren nicht mehr erleben und wie hunderte Verwandte vor ihnen frühzeitig sterben. Wann sehen wir Menschen ein, dass die Eisbärenrettung in Gefangenschaft eine von vielen Zoo-Lügen ist? Wenn es zu spät ist?“, so Zooexperte und Sprecher von EndZOO International Frank Albrecht abschließend.

Detaillierte Auswertung: HIER KLICKEN! (PDF-Datei)

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.


#06/ 2017 – Karlsruhe: Anzeige wegen Robben-Gefangenschaft

PRESSEMITTEILUNG #06/ 2017

Zoo Karlsruhe wegen Robbenhaltung beim Veterinäramt angezeigt

Tierrechtler fordern hohe Glaswände zur Fluchtvermeidung

vom 05.10.2017

Seehund-Dame CORA (2015)

Karlsruhe – Die baden-württembergische Tierrechts- und Tierschutzorganisation EndZOO Deutschland e.V., die sich vehement auch für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ausspricht, hat die Zoo-Gefangenschaft „Zoologischer Garten Karlsruhe“ am Montag beim zuständigen Veterinäramt, wegen möglicher Sicherheitsmängel in der Haltung der Seehunde und Seelöwen, angezeigt. In den vergangenen Jahren sprangen immer wieder, zumeist die sehr jungen, Robben auf die Mauer des Außen-Wasserbeckens und gelangten mit einem weiteren Sprung in den Besucherbereich. So konnte Seehund ZOLA 2013 nach einem solchen Mauersprung anschließend bis zum nahegelegenen Stadtgartensee flüchten und erst nach Wochen wieder eingefangen werden. Eine weitere Robbe soll es auch schon einmal in die Unterwasser-Besucherunterführung geschafft haben. 2015 fand man dann Seehund-Dame CORA, kurz vor Zooschließung, zwischen Absperrmauer und Besuchergeländer. Besucher und herbeigerufene Zoomitarbeiter konnten ein Weiterkommen und damit Schlimmeres verhindern. Dass sich die Robben immer wieder selbst in Lebens- und Gesundheitsgefahr bringen konnten, soll nach Meinung von EndZOO überwiegend an der noch immer mangelhaften Bauweise der Außenanlage liegen. Und obwohl der Zoo nach den letzten Fluchtversuchen nachgebessert hat, halten die Tierschützer die Anlage in Punkto Fluchtverhinderung weiterhin für leicht überwindbar. Die Tierrechtsorganisation fordert nun in ihrer Anzeige das Veterinäramt auf, eine Auflage zur besseren Sicherung der Seehund- und Seelöwenanlage vor Flucht zu erteilen. Das Installieren von hohen Glasscheiben, wie bei den benachbarten Eisbären, betrachten sie dabei als einzig effektive Maßnahme.

„Hohe Glasscheiben stellen nicht nur eine effektivere Barriere vor dem Entweichen dar. Sie bieten auch zusätzlich, gerade in Bezug auf das von uns häufig beobachtete unerlaubte Füttern oder den fragwürdigen Handyaktionen mancher Besucher, viel mehr Schutz und zusätzliche Sicherheit für Robben und Menschen. Das Veterinäramt und der Zoo sollten, zum zukünftigen Wohl aller Robben, unserer Forderung nach effektiveren und vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen ohne Widerrede nachkommen. Denn sie sind gegenüber den Insassen und dem Tierschutzgesetz dazu verpflichtet“, so der Zooexperte und 1.Vorsitzender von EndZOO Deutschland e.V. Frank Albrecht abschließend. 

Seehund-Dame CORA (2015)

Mauer (2017)

Seelöwen-Dame CHICCA (2015)

Seelöwen-Dame CHICCA (2015)

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#05/2017 – Dresden: Anzeige wegen tödlich endender Leopardenzucht

PRESSEMITTEILUNG #05/ 2017 

Zoo Dresden: Anzeige wegen tödlich endender Leopardenzucht

Tierrechtler fordern Veterinäramt zum Handeln auf

vom 02.08.2017

Dresden – Die Tierrechts- und Tierschutzorganisation EndZOO Deutschland e.V., die sich vehement für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ausspricht, hat gestern in Person ihres 1.Vorsitzenden Frank Albrecht beim Veterinäramt Dresden Anzeige gegen den „Zoo Dresden“ erstattet. Nachdem der Zoo vor etwa einer Woche den Nachwuchs des Schneeleopardenpaares ASKIN und ISTARI wegen einer unheilbaren Augenkrankheit (MOC) töten musste, erhebt die Organisation in ihrer Anzeige nun schwere Vorwürfe gegen die Zoo-Verantwortlichen. Der Hauptvorwurf ist, dass aus genetischer Sicht mit dem Leopardenpaar es keine Zucht hätte geben dürfen. Zum einen findet sich im Stammbaum von Leopardenmutter ISTARI gleich zwei Vorfahren, die Geschwister VIKTOR und VERONIKA, die an der MOC-Krankheit erkrankten. Diese Tatsache widerspricht der Aussage des zoologischen Leiters, Wolfgang Ludwig, der gegenüber der Tageszeitung Sächsischen Zeitung am 26.07.2017 noch meinte, dass die Vorfahren von ASKI und ISTARI gesund waren. Des Weiteren seien die Stammbäume der Eltern von Inzest- und Inzuchtverpaarungen übersät. Auch dies hätte, so die Tierrechtler, als deutlicher Warnhinweis auf Risiken genügen müssen. Als Beweis dafür, dass an MOC erkrankte Vorfahren ihre Krankheit nicht nur an ihre eigenen Nachkommen, sondern auch an die nächsten Generationen weitergeben können, zeigen die von EndZOO dem Veterinäramt vorgelegten Stammbäume von Krankheitsfällen des Leipziger (2012) und Salzburger Zoos (2011). In allen drei Fällen taucht der an MOC erkrankte Schneeleopard VIKTOR in den Stammbäumen auf. Es tauchen aber auch andere Individuen und Paare auf, die ebenfalls Nachkommen mit MOC hatten. Anhand der Anzeige soll das Dresdner Veterinäramt jetzt prüfen, ob mit dieser Zucht ein fahrlässiger oder sogar vorsätzlicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Außerdem fordert EndZOO ein lebenslanges Zuchtverbot für die Leoparden ASKI und ISTARI.

„Auch wenn noch immer nicht geklärt ist, welche tatsächlichen Ursachen für diese Krankheit in Frage kommen, ist es grob fahrlässig, dass die Dresdner Zoo-Gefangenschaft die Augenkrankheit MOC als Erbkrankheit offensichtlich ausschloss.Jeder Tierhalter hat die gesetzliche Pflicht, vermeidbare Risiken auszuschließen und dem Tierschutzgesetz (11b) somit Rechnung zu tragen. Eine wissenschaftlich arbeitende Einrichtung hätte bereits beim Blick in die Stammbäume des Katzenpaares erkennen müssen, das die MOC-Erkrankung schon bei mehreren Vorfahren auftrat und sich über mehrere Generationen weiterverbreitete. Jeder Züchter weiß auch, dass viele Inzest- und Inzuchtverpaarungen ein enormes Risiko für zukünftige Generationen darstellen, so Zooexperte  und 1.Vorsitzender von EndZOO Deutschland e.V. Frank Albrecht abschließend.

Stammbäume von ASKIN und ISTARI in Zoo-Gefangenschaft Dresden: HIER KLICKEN!

Stammbäume Zoo-Gefangenschaft Leipzig: HIER KLICKEN!

Stammbäume Zoo-Gefangenschaft Salzburg: HIER KLICKEN!

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EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.