Frage #01

„Will EndZOO alle Zootiere sofort frei gelassen?“ 

Antwort:

Aus Unwissenheit, purer Absicht oder um uns zu kriminalisieren wird EndZOO oft unterstellt wir wollten alle nicht-menschlichen Tiere aus den Zoo-Gefangenschaften in einer „Nacht- und Nebelaktion freilassen“.

Das Öffnen von Käfigtüren einer Zoo-Gefangenschaft“, um nicht-menschliche Tiere „frei zu lassen“, ist zunächst ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und stellt eine Straftat dar. Für einen Großteil der Insassen wäre ein solches „frei lassen“ zudem ein Akt der Tierquälerei und/oder auch der sichere Tod. Solch ein qualvolles oder tödliches Schicksal ist schon aus diesem wichtigen Grund nicht Teil unserer Tierrechtsauffassung und wird von uns also grundsätzlich abgelehnt.

Zudem haben viele Individuen in der Gefangenschaft verschiedene überlebensnotwendige Verhaltensweise nie erlernt (z.B. Jagdverhalten). Sie würden also in Freiheit nicht lange überleben und möglicherweise sehr qualvoll sterben. Auch die ständige Nähe zu Menschen oder ihren so genannten „Prädatoren“ in der Zoo-Gefangenschaft hat das überlebenswichtige Distanz- oder Fluchtverhalten ebenso zum Negativen hin verändert. Viele Zoo-Insassen wären in Freiheit also ein schnelles, zu leichtes und damit auch unfaires „Opfer“ für so genannte Raubtiere.

Natürlich gibt es auch Arten, die ausgewildert werden könnten. Für ihre Auswilderung sollte man aber alle Nachteile und Vorteile im Sinne der Gesundheit und des Leben, im Vorfeld genauestens abwiegen und überdenken.

EndZOO spricht sich deutlich für ein so genanntes „Auslaufen“ aller Zoo-Gefangenschaften aus.

Dieses „Ende aller Zoo-Gefangenschaften“ betrachten wir als ein wünschenswertes und schnell umzusetzendes endgültiges Ziel (Anerkennung und Umsetzung der Tierrechte) unserer Arbeit. Man könnte auch sagen: Eine machbare und zeitnahe Zukunftsvision.

Ein „Auslaufen lassen“ sollte, unserer Auffassung nach, wie folgt ablaufen:

– einen sofortigen und generellen Zuchtstopp,

– die Durchführung möglicher Auswilderungen,

– die Nutzung freiwerdender Platzkapazitäten zur Verbesserung der Gefangenschaftsbedingungen anderer Zoo-Insassen (weitestgehende Leidminderung),

– Tod durch Alterstod

– oder Tod durch „aktive Sterbehilfe“ (weitestgehende Leidminderung) bei unheilbarer Krankheit oder erheblichen Altersleiden, die mit nicht mehr zu lindernden erheblichen Leiden und Schmerzen einhergehen.

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“Anstatt “Zoodirektor” schreiben sie “Zoo-Speziesist”! Warum diese Schreibweise?“

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